CensorCheap: Das Firefox-Addon gegen Netzsperren
Der französische Entwickler Paul Da Silva, der auch schon das nette kleine Programm IPFuck geschieben hat, stellte heute CensorCheap,
eine Erweiterung für Firefox (und bald auch weitere Browser), vor.
Drüben bei Bluetouff wird erklärt, wie die Erweiterung funktionieren soll: Sie ist in ihrer Nutzung völlig transparent und sendet anonymisierte Daten an einen Server, der eine Bestandsaufnahme der internationalen Sperrinfrastruktur erstellt. Wenn z.B. ein Internetdienstanbieter eine Seite sperrt und eine 404 Fehlermeldung oder ein Domainfehler erscheint, dann fragt das Addon beim Server an, ob es sich um einen „normalen“ Fehler handelt. Je nach Inhalt und Quantität der Fehlermeldungen wird etabliert, ob es nur ein vorübergehendes Problem ist oder ob tatsächlich zensiert wurde. Man kann sich auch die gesammelten Daten anschauen und sich so über die von Staat oder Anbietern gesperrten Seiten informieren.
Dieses Crowdsourcing-Projekt ist auf Nutzer aller Länder angewiesen, um Netzsperren zu signalisieren und zu kartographieren. Also viel Spass bei der Installation!




Super, jetzt fehlt nur noch das die gesperrten Seiten automatisch an einen Dienst wie FoxyProxy weitergeleitet werden, so das sie gesperrte Seiten automatisch per Proxy umgehen, und so auch Neulinge ohne grosses Wissen und ohne Aufwand im Netz surfen können, auch auf den in Zukunft gesperrten Blogs und anderen Seiten. Für Blogs wäre das besonders wichtig, denn kein Anfänger wird sich einen Proxy einstellen um ein bestimmtes Blog zu besuchen.