MPAA schimpft über Blackout Day
Heute haben aus Protest gegen die Zensurvorhaben in den USA viele Webseiten (BoingBoing, Wikipedia, rivva, Netzpolitik, Spreeblick…) gestreikt und sich dem Blackout Day angeschlossen.
Die Gesetze SOPA (Stop Online Piracy Act) und Pipa (Protect IP Act) wurden auf Bestrebungen des amerikanischen Filmverbands Motion Picture Association of America (MPAA) hin ausgearbeitet. Diese beiden Gesetzte sehen zum Schutz der Urheberrechte auch Netzsperren vor. Die MPAA ist übrigens auch sehr darum bemüht, dass hier in Europa das ACTA-Abkommen schnell abgenickt wird. Von daher ist es mehr als verständlich, dass sie nun den heutigen Warnstreik gar nicht so toll fand. Chris Dodd, Geschäftsführer der MPAA, verurteilte den Blackout Day als “verantwortungslos” und ironischerweise als “Stunt, der die Nutzer bestraft”. Die Aktion sei eine “gefährliche und beunruhigende Entwicklung”:
Warum SOPA und Pipa auch uns angehen, kann man in der Pressemitteilung der Digitalen Gesellschaft nachlesen.



Es ist ja auch klar, daß Chris Dodd behauptet, die ganze Aktion würde “gewählte Abgeordnete beschädigen”. Er ist schließlich neben seiner Funktion als MPAA-Vorstand ja selbst auch US-Senator und befürworter dieser Gesetzgebung. LOGISCH, daß der jetzt versucht, es so aussehen zu lassen, als wäre das ein Angriff auf die Abgeordneten. Dodd setzt darauf, daß die anderen Abgeordneten sich angegriffen fühlen und sich mit der MPAA solidarisieren. Bwhahaha, was für ein Versager!
Ein Brüller!
achja. auch das ist für mich lediglich u.a. kognitive dissonanz, willentliche ignoranz/willfull ignoranz.
und mE müssten unbedingt *von uns allen* die geldgeber von SOPA boxycottiert werden – hier zB die liste der firmen/geldgeber :
http://www.scribd.com/doc/76259944/SOPA-Supporters